Zum Schutz des Trinkwassers unterstützen die Kommunen Alheim, Cornberg, Eiterfeld, Friedewald, Hauneck, Heringen, Herleshausen, Hohenroda, Kirchheim, Neuenstein, Niederaula, Philippsthal, Ringgau, Ronshausen, Rotenburg a.d.F. und Schenklengsfeld ihre Landwirte über das Beratungsangebot der AGLW seit Jahren erfolgreich. So werden im Auftrag der AGLW auch in diesem Herbst (ab dem 17.10.) in Wasserschutz- bzw. –einzugsgebieten wieder Nmin-Bodenproben (mit einem John Deer Leichtfahrzeug) entnommen und die Ergebnisse mit den Bewirtschaftern besprochen. Auf Grund des Niederschlagdefizits waren die Böden auch auf schwereren Standorten bis in tiefe Schichten ausgetrocknet. Biologische Prozesse im Boden kamen zum Erliegen. Es ist wohl zu erwarten, dass jetzt nach den ergiebigen Niederschlägen diese Prozesse verstärkt in Gang kommen. Dies führt voraussichtlich zu erhöhten Nmin-Gehalten. Die noch recht zufriedenstellenden Ernteergebnisse in Raps u. Getreide lassen auf eine gute Ausnutzung des mineralischen Düngers schließen. Spätgaben und organische Dünger wurden tendenziell weniger von den Pflanzen verwertet (Trockenheit). Vor allem beim Mais, der sonst die Mineralisationsprodukte aus dem Boden voll verwerten kann, waren die Trockenschäden (trotz C4-Pflanze) offensichtlich. Durch die Niederschläge der letzten Wochen ist der Raps und auch einige Zwischenfrüchte aufgelaufen. Die kühlen Temperaturen bremsen jedoch Wachstum und N-Aufnahme. Start der Beprobung in KW 42 - Wir bitten um Ihr Verständnis.

Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich an die AGLW: 06623 933420, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hinweis:

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.

 

29 sept

Die Ökomodell Regionen aus Nordhessen stellen sich vor

Im Rahmen des Slow-Food-Spezialitätenfestivals "Nordhessen geschmackvoll!" am Sonntag, den 9. Oktober von 11-17 Uhr präsentieren sich in Melsungen gemeinsam die Ökomodell Regionen aus Nordhessen mit einen Infostand über ihre Arbeit und Projekte. Es präsentieren sich die Ökomodell- Region Hersfeld- Rotenburg, die Ökomodell- Region Schwalm- Eder und die Ökomodell- Region Nordhessen, die die Landkreise Werra- Meißner, Kassel und die kreisfreie Stadt Kassel umfasst. Wir freuen uns auf ihren Besuch.

Weitere Infos: Ökomodell- Region Hersfeld- Rotenburg, 06621-872209 oder per mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder www.oekomodellregionen-hessen.de.

 

Hinweis:

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.

 

26 september

Der Spätsommer bietet günstige Bekämpfungstermine für Ampfer. Die Pflanzen verlagern jetzt Nährstoffe zur Überwinterung; dabei werden auch Wirkstoffe von PSM mit in den Wurzelbereich transportiert. Bekämpfung am besten im Rosettenstadium, d.h. möglichst viele intakte Blätter, Blütenstängel möglichst noch nicht geschoben. Sind nur wenige Ampferpflanzen vorhanden sind Einzelpflanzen- o. Horst-behandlungen sinnvoll, sonst Flächen- bzw. Teilflächenbehandlungen. Eingesetzt werden können Harmony SX (kleeschonend), Simplex, Ranger o. Lodin. - Anwendungsbestimmungen beachten! Um entstandene Narbenlücken zu schließen, nachsäen! Z.Zt. finden Nachsaaten in kurzen Grasnarben gute Entwicklungsbedingungen (Feuchte u. geringe Konkurrenz).

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

Laut Düngeverordnung ist die mögliche Herbstanwendung von Düngemitteln mit einem wesentlichen Stickstoffgehalt dem Düngebedarf anzupassen, d. h. max. 60 kg N-gesamt/ha oder 30 kg NH4-N/ha dürfen ausgebracht werden. Auf Ackerland darf nach Ernte der Hauptfrucht bis zum 31.01 kein Stickstoff (N) mehr gedüngt werden. Ausnahmen sind zu Zwischenfrüchten, Winterraps und Feldfutter bis zum 01.10 erlaubt, wenn die Aussaat bis zum 15.09 erfolgte. Das gilt auch für Wintergerste nach Getreidevorfrucht bei einer Aussaat bis zum 01.10. Auf Grünland und bei mehrjährigem Feldfutteranbau gilt das N-Düngeverbot vom 01.11 bis 31.01. Festmist und Kompost dürfen vom 01.12 bis zum 15.01 nicht ausgebracht werden.

R. Jacob, Fachdienst Ländlicher Raum Bad Hersfeld, Tel.: 06621-87-2233

wetterdaten37kw22

Als Biostimulanzien werden Stoffe bezeichnet, die weder den Pflanzenschutz- noch den Düngemitteln zugeordnet werden. Sie sollen den Stoffwechsel der Pflanzen fördern, d. Stresstoleranz erhöhen sowie chemische und biologische Prozesse im Boden positiv beeinflussen. Biostimulanzien können z. B. Algenextrakte, Amino- und Huminsäuren oder auch Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze enthalten. Die AGLW konnte in Versuchen mit einigen Biostimulanzien durchaus positive Ergebnisse nachweisen. Die Vielzahl an Produkten auf dem Markt ist unübersichtlich und die Wirkung oft fragwürdig. Hinzu kommt, dass eine potenzielle Wirkung auch stark von Umwelteinflüssen abhängt. Dennoch schlummert im Bereich der Biostimulanzien großes Potenzial, welches den Baukasten im ökologischen und integrierten Pflanzenbau vor allem auch vor dem Hintergrund des Klimas und des Marktes erweitern wird.

Philipp Pfister AGLW, 06623-933420.