Maisaussaat 2022
Nach dem Kälteeinbruch in der 13. KW werden die Temperaturen frühlingshafter. Die Niederschläge der letzten Tage sind Gold wert. Momentan liegen die Bodentemperaturen in 5 cm bei 5°C (07.04.). Vor dem Hintergrund der Düngepreise kann der Mais seinen Vorteil durch die bessere Ausnutzung der Mineralisation im Jahresverlauf perfekt ausspielen. Gestützt durch regionale Praxisversuche der AGLW ist eine N-Düngung von 0,75 kg N/dt TM-Zielertrag ausreichend (ca. 120 kg N bei 450 dt FM/ha). Im Gegensatz zur DüV hat sich gezeigt, dass der aufgenommene Stickstoff von Zwischenfrüchten mit 100% zu berücksichtigen ist (Herbst 21: schlechte Bestände 20 kg N, gute Bestände bis 120 kg N). Der S-Bedarf liegt bei 15-20 kg/ha. Auf ausreichend P-versorgten Böden sowie beim Einsatz von Wirtschaftsdüngern kann auf P-UF-Düngung verzichtet werden.

Mikronährstoffdüngung
Um die Ausnutzung des Stickstoffdüngers zu verbessern ist eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen von Vorteil. Mangan begünstigt die Photosynthese und steigert die Trockentoleranz: Im Raps 200 g Mn/ha bis zur Blüte, im Getreide 250-500 g Mn/ha (BBCH 32-37). Eine zusätzliche Mangangabe zum Ähren- bzw. Rispenschwellen (BBCH 37-43) fördert TKG und Proteinbildung. Bor fördert die Wurzelbildung und Befruchtung: Raps 300 g B/ha, Getreide 75-100 g B/ha (50 g BBCH 30-37, 50 g bis BBCH 60). Kupfer ist zellwandstabilisierend und erhöht so die Standfestigkeit im Getreide (100-250 g Cu/ha bis BBCH 32). Kupfer und Zink (150-200g Zn/ha) haben zudem eine positive Wirkung auf die Ähren- und Proteinbildung (ab BBCH 37), da gerade Kupfer das Pollenschlauchwachstum fördert.


Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623933207