Aktuelles aus der Landwirtschaft . . .

 Pflanzenbau: Prognosen und Empfehlungen

Hinweise zur Blütenbehandlung im Raps

Trotz des kalten Wetters der letzten Wochen haben sich die Rapsbestände kontinuierlich weiterentwickelt, bis zur Blüte ist es aber dennoch ein paar Tage hin. Dann stellt sich die Frage nach der Blütenbehandlung – muss sie gefahren werden, oder nicht? Entscheidend für Infektionen mit Sclerotinia/Weißstängeligkeit ist die Witterung: optimale Infektionsbedingungen für den Pilz sind bei Temperaturen von über 20°C und vorhandenen Apothezien/ Fruchtkörpern gegeben; diese keimen bei feuchten Bodenverhältnissen ab einer Bodentemperatur von 7 – 15°C. Unmittelbare Niederschläge sind nicht erforderlich – Tau am Morgen bzw. in der Nacht reichen aus! Trotz dieses Wissens: das Auftreten der Krankheit kann nicht sicher prognostiziert werden! Gefährdet ist Raps während der Blüte. In engen Rapsfruchtfolgen bzw. bei einem hohen Anteil Wirtspflanzen in der Fruchtfolge (Erbsen, Kartoffel) besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die Vollblüte, 50 % der Blüten sind geöffnet, ist der optimale Termin für die Behandlung. Fungizide möglichst nah an diesem Termin platzieren (nur geringe Kurativleistung der Fungizide). TM mit Insektiziden sind zu diesem Termin i.d.R. nicht mehr notwendig! – ist dennoch eine TM nötig, unbedingt die B-Klasse beachten! Grundsätzlich abends behandeln (Pflanzen sind zu diesem Zeitpunkt elastischer), 4-5 km/h fahren und mind. 300 l/ha Wasser aufwenden. Landwirte und ortsansässige Imkern sollten im Vorfeld miteinander sprechen! Pflanzenschutzspritze vor Behandlungen im Raps sorgfältig reinigen. LLH HEF/FD, Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

Hinweis:

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.