Viele Wi-Getreidebestände befinden sich im Schossen. Auch geringe Niederschläge und die Wirkung der zweiten N-Gabe, sorgen für zügige Entwicklung. Wurde noch kein Wachstumsregler eingesetzt, sollte dies zeitnah nachgeholt werden. Am dringlichsten ist die Einkürzung in der Gerste und im Roggen, gefolgt von Triticale u. Früh- bzw. Normalsaaten im Weizen. Spät gesäter Weizen ist noch in der Bestockung - dort kann CCC noch ohne Mischpartner eingesetzt werden. Bis auf einzelne Infektionen mit Zwergrost, Blatt- und Netzflecken in der Wintergerste sind die Getreidebestände meist gesund; eine Tankmischung aus Fungizid und Wachstumsregler ist daher nur in Einzelfällen sinnvoll. Im Weizen und Triticale auf Gelbrost achten! Der Zuflug von Rapsglanzkäfern war in den Tagen nach Ostern moderat; vor dem Hintergrund, dass in den Beständen zunehmend Blüten aufgehen, ist eine Behandlung in dieser Phase nicht mehr nötig. In Erbsen und Bohnen haben Wildschweine in den vergangenen Tagen ganze Äcker komplett rumgedreht; dennoch spitzen die Leguminosen jetzt nach und nach – Bestände nicht vorschnell abschreiben. Schäden auf jeden Fall melden und sich mit den Jagdpächtern über die Situation austauschen (Ausdünnung, Spätverunkrautung etc.) Bereits in gerade aufgelaufenen Beständen ist der typische Buchtenfraß des Blattrandkäfers zu sehen. Pflanzen werden dort regelrecht zurückgefressen - Schadschwelle: >50% geschädigte Pflanzen. Sachkundegrundlehrgänge in Fritzlar und am Eichhof: noch sind einige Plätze frei. Bei Interesse zeitnah melden. (Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736)