Landwirtschaftliche Hinweise zur aktuellen Situation

Frostfreie Nächte für Herbizidmaßnahmen im Getreide nutzen: bei Gräserbekämpfung auf ausreichende Luftfeuchte achten > 60% - früh am Morgen oder spät abends fahren. Im Roggen vorrangig Broadway + FHS einsetzen. In Wi-Ge gibt es zum Axial keine Alternative. Herbizide möglichst feintropfig spritzen; Doppelflachstrahldüsen zeigen Vorteile bei der Benetzung. Windhalm mit Sulfonylharnstoffen nur bekämpfen, wenn Wirkung in den letzten Jahren gut war – ansonsten auf Axial 50/Traxos ausweichen. Trespe: keine Möglichkeit in Gerste – im sonstigen Wi-Getreide gezielt bekämpfen. Bei gewalzten Beständen ca. 1 Woche mit Herbiziden warten. Zugabe von CCC zu Herbiziden ist möglich, darf in seiner Wirkung aber nicht unterschätzt werden! In normal entwickelten Weizenbeständen ist der Einsatz von CCC ab Mitte der Bestockung (BBCH 25) möglich; CCC hat allerdings, wie jüngere Versuche zeigen, keinen Einfluss auf die Bestockung!

Leguminosen: Fokus der Unkrautbekämpfung liegt im VA - im NA steht nur eine begrenzte Auswahl an Herbiziden z. V! Mechanische Unkrautregulierung ist bei geringem Unkrautdruck auf leichten und mittleren Standorten und unter trockenen Bedingungen möglich. Voraussetzung ist optimale Terminierung und Einstellung des Striegels/ der Hacke.

Raps: in der vergangenen Woche wurden Schadschwellen der Rüsselkäfer vielerorts überschritten; Gelbschalen nach erfolgten Maßnahmen neu ausrichten und Bestände weiter kontrollieren; in den nächsten Tagen sollte sich bei den vorher gesagten niedrigen Temperaturen allerdings nicht viel tun. Wachstumsregler nach der kühleren Phase einplanen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

Mit steigenden Temperaturen wird der Zuflug von Schädlingen einsetzen: Gelbschalen weiter kontrollieren und bei Erreichen der Schadschwelle behandeln. Nachbehandlungen gegen Gräser und Ausfallgetreide: bevor Raps sie abdeckt; gegen Unkräuter (Kamille, Klette, Kornblume, Storchschnabel zeitnah mit Korvetto durchführen - Knospe muss von Blättern noch umschlossen sein! 2. N-Gabe abschließen. Winter-Getreide: Nachkontrollen auf Gräser u. Unkräuter durchführen. Wenn keine Nachtfröste gemeldet sind, Herbizide einsetzen; dabei auf ausreichende Luftfeuchte achten (> 60 %) - wenn möglich früh am Morgen. Alternativ, am späten Nachmittag behandeln. Wenn möglich, AHL o. Netzmittel zur Wirkungsverstärkung mit einsetzen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 9072573

Aktuelles aus der Ökomodell- Region Hersfeld- Rotenburg

Unter dem Motto: „Digitale Lösungen für analoge Probleme“ lädt die Ökomodellregion Hersfeld-Rotenburg zu einem online-Seminar am 24.03.22 um 18.30 Uhr ein. Gemeinsam mit dem start-up Friedhold und in Kooperation mit den Ökomodellregionen Schwalm- Eder und Vogelsberg sollen neue Wege in die online-Direktvermarktung aufgezeigt werden. Die Onlineveranstaltung richtet sich an Betriebe die entweder neu in die Direktvermarktung einsteigen wollen. Die Referenten Beke Lahde und Friederike Winter präsentieren das Konzept und die verschiedenen Bausteine die es braucht um als landwirtschaftlicher Betrieb einen webshop eigenständig und ohne spezielle Kenntnisse zu erstellen. Anmeldungen bis zum 22.03.22 an: Ökomodellregion Schwalm-Eder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Der Zugangslink zur Teilnahme wird am 23.3. versandt.

milch_logo.pngEs gibt sie bereits in 17 Landkreisen, jetzt hat die Landesvereinigung Milch in Zusammenarbeit mit den Landkreisen und Kreisbauernverbänden die Hessische Milch- und Käsestraße um die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner, Kassel und Schwalm-Eder erweitert. Hier findet der Verbraucher Betriebe, die das Thema Milch in den Fokus stellen. In einem Faltblatt ist die Route entlang der Milchviehbetriebe anschaulich dargestellt. Ein offizieller Termin zur Eröffnung der Etappe steht Pandemie bedingt noch nicht fest, die Faltblätter zum Verteilen sind aber bereits angekommen.

Weiterhin wurde die Etappe auf folgender Homepage eingestellt: milchhessen.de

R. Jacob FD Ländlicher Raum 06621-87-2233

Die Antragskampagne Gemeinsamer Antrag 2022 wird wie bereits im Vorjahr ‚online‘ durchgeführt. Die entsprechenden Anmeldeinformationen wurden vorab durch den Fachdienst Ländlicher Raum sowie die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen mitgeteilt. Das Antragsportal ist inzwischen freigeschaltet, so dass die Antragsbearbeitung und die Abgabe bereits erfolgen können. Die Antragsfrist endet in diesem Jahr am 16. Mai. Sofern sich im Rahmen der Antragsbearbeitung Problemstellungen ergeben, stehen die Kolleginnen und Kollegen des Sachgebietes Förderung telefonisch zur Verfügung (06621/87-2226, -2228, -2222, -2230, -2255). Für persönliche Vorsprachen ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich.

Hier geht es direkt zum Agrarportal-Hessen