Das trockene, sonnige Wetter führt zu einer Abtrocknung des Bodens. Die Befahrbarkeit wird auch auf tonigen Standorten in Kürze gegeben sein. Die starke Wassersättigung des Bodens erkennt man vielerorts an den gelben Gerstenbeständen. Durch die tagsüber milden Temperaturen (Jan. und Feb. waren 2-4°C wärmer als im Schnitt) in Verbindung mit viel Sonnenschein beginnen die Bestände zu wachsen. Dies wird jedoch durch die nassen Böden gebremst, da die Wurzelatmung gehemmt ist. Die Startgabe sollte deshalb nicht erhöht werden. Bei dem Düngereinsatz als limitierender Faktor (durch Preis oder Verfügbarkeit) sollte darauf geachtet werden nicht alle Nebentriebe zu fördern, sodass dann hinten raus der Stickstoff fehlt und zu schlechten HL-Gewichten führt. Der Einsatz von Mikronährstoffen wirkt ertragssichernd (v.a. Mn, B). Die S-Versorgung bei der Gerste sollte max. 20 und beim Weizen max. 25 kg S/ha betragen. Gerste kann sich besonders schlecht S aneignen, weshalb diese Kultur besonders sensibel auf S-Mangel reagiert (WG 15 kg S/ha, WW 20 kg S/ha). Die S-Düngung erfolgt zum Vegetationsbeginn. Schwefel verbessert die N-Ausnutzung. Die Nmin-Werte im Frühjahr sind vor allem bei WW nach Raps recht hoch (durchschnittl. Erträge bei hoher Biomasse). Einzelne Untersuchungen der AGLW decken sich mit den Nmin-Ergebnissen der Referenzflächen des LLH: Rapsweizen 64 kg N/ha, WW nach Getr. 55 kg N/ha, WG 38 kg N/ha, Raps 25 kg N/ha, Triticale 38 kg N/ha.

Bei Fragen oder für Untersuchungsaufträge können Sie sich gerne bei der AGLW melden. Sollten Sie Interesse bzw. eine Versuchsfrage haben nehmen Sie gerne Verbindung mit uns auf. P. Pfister AGLW, 06623/933420

 

Gelbschalen jetzt in Nachbarschaft zu Vorjahresrapsflächen u. neben Gehölzstrukturen aufstellen! Um noch eine breite Verunkrautung im Raps auszuschalten Korvetto einsetzen: wichtig: Knospen müssen noch von Hüllblättern umschlossen sein (wie bei Effigo)! alternativ Kamille/Distel: Lontrel/Vivendi auch blattaktiv – überall gute Benetzung notwendig! Schwefelbedarf (40-50 Kg S/ha) sicherstellen! Wurde im Herbst kein Kerb, Groove, Cohort etc. eingesetzt; können Ungräser/Ausfallgetreide mit Wirkstoffklasse 1 möglichst DIM (Focus Aktiv Pack) o. Agil, Fusilade, Targa ausgeschaltet werden – gut benetzen! Aktuelle Nmin-Werte finden Sie unter llh.hessen.de; Tendenz liegt leicht unter dem langjährigen Durchschnitt. Brauchen Sie noch ein Exemplar der Beratungsempfehlungen - bitte sofort per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! o. über das Bestellformular unter: llh.hessen.de bestellen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

In Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner der Erlebnisregion Mittleres Fuldatal, wollen wir auf die Aktion der Grimmheimat Nordhessen auf die Aktion Heimatfisch- Genießerwochen in unserer Region hinweisen. Vom 02. März bis 15. April 2022 beteiligen sich die Betriebe Göbels Hotel Rodenberg und die Galerie in Rotenburg an der Aktion. Die Themen Frische, Qualität, kurze Wege und erstklassige Kochkunst werden in Verbindung mit regionalen Fischsorten zu kulinarischen Köstlichkeiten.

Weitere Infos zu der Aktion finden sie unter www.gutes-aus-waldhessen.de

Gutes aus Waldhessen e. V., 06621/87 – 2209

Anbauhinweise

Schwache Rapsbestände sollten zu Vegetationsbeginn mit schnell pflanzenverfügbarem Stickstoff versorgt werden, dennoch sollte das Ertragsniveau nach unten korrigiert werden. Der Herbst-Nmin-Wert lag bei 48 kg N/ha unter Raps (n=44). Eine ausreichende S-Versorgung ist unter den gegebenen Umständen essenziell (1 kg S je dt Zielertrag). Eine Aufteilung der N-Gabe auf zwei Termine ist sinnvoll. Eine überzogene Andüngung ist zu vermeiden, da die Bestände sonst zu schnell zum Schossen übergehen. Aufteilung der N-Menge: Schwache Bestände 50/50, gute Bestände 40/50. Um die N-Effizienz zu verbessern vor allem an Bor und Magnesium denken (300-450 g B/ha, ca. 250-500 g Mg/ha). Die Düngung im Weizen richtet sich nach dem ökonomischen Optimum (von durchschnittlich 80 dt/ha, Höchstertrag im Schnitt bei 82 dt/ha). Bei einem Faktorpreis von 2,2 €/kg N und einem Erlös von 25 €/t ist dieser aus Mittelwerten von Versuchen der AGLW bei ca. 120 - 140 kg N/ha (plus einem durchschnittlichen Frühjahres-Nmin-Wert zu WW von 45 kg N/ha). Eine Spätgabe, die nicht zu einer Steigerung der Qualität führt, sollte unterbleiben und stattdessen der Fokus auf die Kornfüllung gelegt werden. Selbiges gilt für Gerste, Triticale und Roggen auf niedrigerem Niveau. Wirtschaftsdünger sollten so früh wie möglich in die Bestände, was unter den gegebenen Umständen schwierig ist. Ein früher Einsatz von Spurennährstoffen verbessert die N-Effizienz: Mn 300 g/ha, B 75-100 g/ha, Mg 500 g/ha (v.a. auf Mangelstandorten bzw. bei kaliuminduziertem Mangel), Zn 350 g/ha im WW). Bei der Aussaat von Körnerleguminosen gilt vor allem die Regel Befahrbarkeit vor frühem Aussaattermin. Bei Ackerbohnen schließt sich z.B. das Saatfenster Mitte April. P. Pfister AGLW, 06623/933420

Hinweis:

AGLW Frühjahrsveranstaltung als Webinar am 24.02.2022 um 19 Uhr. Schicken Sie der AGLW eine Email und Sie bekommen einen Link zur Einwahl über die Plattform Teams.

 

Wetterdaten 7kw

Frühjahrsveranstaltung AGLW

Dieses Jahr findet die Frühjahresveranstaltung online als Webinar statt. Themen: Versuchsergebnisse aus dem letzten Jahr (Mikrogranulat, Biostimulantien, und andere), rechtliche Grundlagen, Klimadaten und Ausblick / Düngeempfehlung 2022. Außerdem wird die Firma INOQ Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Einsatz von Mykorrhiza in landw. Kulturen vorstellen. Hierzu wurde von der AGLW auch ein Feldversuch in Alheim betreut. Die Veranstaltung findet am 24.02.22 um 19 Uhr statt und erfolgt über die Plattform Teams. Den Link zur Einwahl erhalten Sie von uns.

Bitte schicken Sie uns hierfür eine E-Mail an die Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Winterraps: Bei steigenden Temperaturen Gelbschalen ausstellen!

Das rechtzeitige Aufstellen von Gelbschalen im Frühjahr ist die wichtigste Maßnahme zur Kontrolle von Rapsschädlingen. Schalen angrenzend zu Vorjahresrapsflächen u. in der Nähe von Hecken etc. aufstellen. Mit erstem Zuflug ist zu rechnen, wenn Tagestemperaturen 2-3 Tage über 10-12°C, eine intensive Sonneneinstrahlung u. Windstille herrschen. Schadschwellen: Großer Rapsstängelrüssler 5 Käfer/Gelbschale innerhalb v. 3 Tagen; beim kleineren Kohltriebrüssler (rote Füße!) liegt der Wert bei 15 Käfern in 3 Tagen. Liegen Temperaturen nach dem Zuflug > 15° C ist mit schnellerer Eiablage zu rechnen! Für beide Schädlinge gilt: Bekämpfung muss vor der Eiablage erfolgen (Pyrethroide Typ 1) Treten gleichzeitig nennenswert Rapsglanzkäfer auf, das Typ 1-Pyrethroid Trebon (B-2) einsetzen. Notwendigkeit von Behandlungen genau prüfen! Um eine noch breite Verunkrautung im Raps auszuschalten Korvetto einsetzen; wichtig: Knospen müssen von Hüllblättern noch umschlossen sein!

K.-H. Claus, 0160 90725736

Hinweis:

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.

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                                     ... für die Landwirtschaft

wetter 13 feb