Wetter 2021

Seit 2017 (860 mm) erreicht die Jahresniederschlagssumme mit 720 mm wieder den langjährigen Mittelwert (710 mm). Besonders in den Sommermonaten hat es überdurchschnittlich viel geregnet (410 mm). Dies wirkte sich negativ auf die Qualitäten und die Erntebedingungen aus. Auch die geringe Sonneneinstrahlung in diesem Jahr führte zu einer niedrigeren Photosyntheseleistung und somit vermehrt zu Qualitätseinbußen (Hektolitergewichte). Zusätzlich sorgte vielerorts eine kurze aber intensive Hitzeperiode im Juni für Ertragsminderung (v.a. bei Gerste). Der Mais und das Grasland konnte durch die feucht-warmen Bedingungen viel Frischmasse bilden und führten somit zu vollen Silagen, auch wenn bei Untersuchungen der AGLW die Energiegehalte häufig unterdurchschnittlich waren.

Ausblick 2022

Durch die hohen Düngerpreise sollte der Stickstoffeffizienz nun noch mehr Beachtung geschenkt werden. Die AGLW hat diesbezüglich in den letzten Jahren viele Versuche durchgeführt. In 2021 haben Versuche mit Mikrogranulat (Mikronährstoffe) im Mais, der Einsatz von Biostimulantien über das Blatt und der Einsatz von Mikronährstoffen zu einer besseren N-Ausnutzung und so zu einer Ertrags- und Energiegehaltssteigerung geführt. Vor Allem das Wurzelwachstum sollte gefördert werden, um das Aneignungsvermögen der Pflanzen in tieferen Bodenschichten frühzeitig zu erhöhen. Dies gelang 2021 in Versuchen im Mais durch den Einsatz von Mikrogranulaten. Aber auch die Versorgung mit Magnesium ist für die Wurzelbildung wichtig. Bei einer Verschiebung des Verhältnisses in der Bodenuntersuchung von 3:1 (Kalium:Magnesium) hin zum Kalium, wird die Mg-Aufnahme gehemmt. Ph. Pfister; AGLW; 06623/933420

 

 

Auch in diesem Jahr findet die Hessische Lebensraum- und Biotopkartierung (HLBK) im Auftrag des Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz statt. Bei dieser Kartierung werden bestimmte Biotope außerhalb des Siedlungsbereichs erfasst (z. B. artenreiches Grünland oder naturnahe Bäche). 

Im Rahmen der Kartierung ist es erforderlich, dass in den ausgewählten Untersuchungsgebieten zwischen April 2022 und Oktober 2022 Grundstücke außerhalb des Siedlungsbereichs durch vom HLNUG beauftragte Kartierenden aufgesucht werden. Auf Grundlage von Luftbildern werden die Biotope auf einer Karte verzeichnet und darüber hinaus wichtige Besonderheiten erfasst, wie etwa das Vorkommen bestimmter Pflanzenarten. Den beauftragten Kartierenden ist es nach dem Hessischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (§20 HAGBNatschG) erlaubt, diese Flächen zu betreten. Durch die Erfassung der Arten, Lebensräume und Biotope entstehen keine Beeinträchtigungen für die Eigentümerinnen und Eigentümer oder Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter der betroffenen Flächen. Es handelt sich hierbei um eine Duldungspflicht mit der Folge, dass z. B. Eigentümerinnen und Eigentümer keinen Widerspruch gegen das Betreten der Flächen einlegen können.

Ein Untersuchungsgebiet (Los 6 – Bad Hersfeld Süd) befindet sich im Bereich unseres Landkreises. Detailinformationen erhalten Sie beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und GeologieDie Übersichtskarte Bad Hersfeld Süd können Sie unter folgendem Link herunterladen:

Der Gebietsagrarausschuss des Landkreises Hersfeld-Rotenburg hat in seiner Sitzung am 17.12.2021 die neuen Ortslandwirtinnen und Ortslandwirte bis 31.12.2027 benannt. Für weitere Kontaktinformationen wenden Sie sich bitte an das Landratsamt, Fachdienst Ländlicher Raum, 06621-872202, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Eine Übersicht steht hier zum download bereit:

Seit dem Jahr 2021 erfolgt die Antragstellung im Bereich der landwirtschaftlichen Förderung über agrarportal-hessen.de. Das Antragsportal soll voraussichtlich ab dem 01.03.2022 für die Bearbeitung des aktuellen Gemeinsamen Antrags freigeschaltet werden.

Bei der Anmeldung am Portal ist im Feld „Benutzername/Betriebsnummer“ die 06000******* einzugeben, wobei die „*“ für den jeweiligen 7-stelligen Personenident stehen. Sollte das Passwort nicht mehr bekannt sein, kann über die Schaltfläche „Passwort Zurücksetzen“ ein neues Passwort vergeben werden. Das kann bereits jetzt erfolgen, es muss hierzu nicht auf die Freischaltung am 01.03.2022 gewartet werden. Es wird deshalb empfohlen, den Zugang zum Antragsportal in den nächsten Tagen schon einmal zu testen.

Bei Fragen oder Schwierigkeiten steht der Fachdienst Ländlicher Raum in Bad Hersfeld telefonisch unter 06621/87-2221 oder über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerne zur Verfügung.

Hinsichtlich der Förderbedingungen wird es in diesem Jahr keine wesentlichen Änderungen bzw. Neuerungen geben. Sofern Betriebe auf einen Hofnachfolger übergehen sollen, muss zunächst die Registrierung des neuen Bewirtschafters erfolgen. Hierzu ist es erforderlich, beim Fachdienst Ländlicher Raum das entsprechende Formular „Antrag auf Registrierung als Betriebsinhaber“ anzufordern. Dies kann telefonisch über die Durchwahlen 06621/87-2222, -2226 oder -2231 sowie die vorgenannte E-Mail-Adresse erfolgen. Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld (Tel.: 06621/87-2221).

 

 

Landwirtschaftliche Gebäude bieten Schadnagern wie z.B. Wanderratte und Hausmaus viele Schlupfmöglichkeiten. Wanderratten zählen zu den Hygieneschädlingen; durch Verunreinigungen übertragen sie zwangsläufig eine Vielzahl von Krankheiten und Viren. Bei nachgewiesenem Befall, sind an von Ratten aufgesuchten Stellen (Laufgänge) ca. 200 g Köder in Köderboxen, für Haustiere unzugänglich u. vor Nässe geschützt, auszulegen. „Futterstellen“ regelmäßig kontrollieren. Köder so lang auslegen, bis kein Fraß mehr festgestellt wird. Die Hausmaus ist ein Vorratsschädling u. hält sich überwiegend in trocknen Räumen auf. Sie frisst neben Lebens- u. Futtermitteln Papier, Textilien, Leder u.a. Materialien. Bekämpfung ähnelt der, der Wanderratte. Den Köder - ca. 20 g Portionen - in Köderboxen, an den Laufgängen der Mäuse ausgelegen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736