Hinweise des LLH KB zu Sortenempfehlungen für die Sommerungen 2022:  So-Gerste als Braugerste: Avalon, Leandra, RGT Planet (nur nach Absprache mit Handel); zur Probe: Amidala; SoGe als Futtergerste: RGT Planet. Sommerweizen: (A-Qualität): KWS-Starlight, Licamero, Quintus; E-Qualität zur Probe: KWS Expectum. Sommerhafer: Delfin, Lion, Max. Ackerbohne: Fanfare, Macho, Tiffany, Trumpet. Körnererbse: Alvestra, Astronaute; zur Probe: Orchestra.

Versuchsergebnisse Sommergetreide, Körnerleguminosen:

https://llh.hessen.de/pflanze/marktfruchtbau/versuchswesen-marktfruchtbau/

Versuchsergebnisse Mais:

https://llh.hessen.de/pflanze/gruenland-und-futterbau/versuchswesen-gruenland-und-futterbau/ 

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

Die Pandemie hält uns weiter auf Trab. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz muss die Wirtschaft und auch die Landwirtschaft am Laufen gehalten werden. Aus ackerbaulicher Sicht startete das Jahr 2021 gut. Doch vielerorts blieben die Erträge hinter den hohen Erwartungen zurück. Oft fehlte es an Qualität auf Grund mangelnder Sonneneinstrahlung und widrigen Erntebedingungen. Die Herbstbestellung war anspruchsvoll. Doch Probleme sind andere. Dünger ist auf dem Weltmarkt knapp und teuer. Die Sorgen über Quantität und Qualität der Ernte 2022 treibt nicht nur heimische Landwirte um. Ist die Lage bei Ackerbaubetrieben durch die Preise für Marktfrüchte noch relativ entspannt, so bereiten diese viehhaltenden Betriebe zusätzlich Sorge.

Dennoch bietet die Düngersituation auch Chancen: Zwischenfrüchte und org. Düngung höher ansetzen, Fokus auf Boden u. Mikronährstoffen etc.. Auch der Einsatz von Biostimulantien und Mikrogranulaten birgt Potenzial. Hier wurden 2021 von der AGLW erfolgreich Versuche betreut - Dank an all jene Betriebe, die im Interesse der heimischen Landwirtschaft und unseres Grundwassers Versuche angelegt haben. Alheim: T. Frankfurt, H. Blackert; Cornberg: J. Klöpfel, V. Bender; Eiterfeld: D. Sauerbier, J. Ritz, S. Kohlmann, A. Peter; Herleshausen: E. Stöhr, S. Gonnermann, B. Schönauen, J. Schäfer; Hohenroda: R. Burkhardt; Kirchheim: K. Schornstein; Neuenstein: M. Henning; Niederaula: H.-J. Rohrbach, C. Wegfahrt; Ringgau: U. Iffert; Schenklengsfeld: J. Ehlert, T. Thomas; Sontra: T. Dietrich.

Wir danken auch allen anderen Betrieben für die kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest sowie ein gesundes Jahr 2022. AGLW: 06623-933420

 

Kalte Nächte sind geeignet, eingelagertes Getreide zu belüften. Für eine dauerhafte Lagerung (über Winter) sind Temperaturen < 10° C im Lager erforderlich. Unter 10° C werden die Atmungsverluste der Körner weitestgehend reduziert und die Aktivitäten vom Kornkäfer und. anderer Schädlinge eingestellt. Beim Belüften des Getreides folgendes beachten: aus Sicherheitsgründen sollte die Luft 7° C kälter als das Getreide sein, sofern dies nicht trockener als 14 % ist. Dann sind Belüftungsfehler ausgeschlossen. Notwendige Messinstrumente sind: Thermometer für den Getreidestock, Außenluft-Thermometer (im Schatten), Außenluft-Hygrometer (im Schatten), Getreidefeuchtemesser.

Sachkundefortbildung seit 1. Dez. im Internet als eLearning möglich; Info`s unter: llh.hessen.de

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Seit Jahren gibt es immer wieder Hinweise auf verendetes Wild, welches sich in Weidezaunlitzen oder Elektronetzen verfangen hat. Die größte Gefährdung für Wildtiere geht von waldnahen Zäunen aus. Manche Tiere konnten noch rechtzeitig befreit, manche mussten aber auch erlöst werden oder waren bereits qualvoll verendet. Betroffen sind fast immer Gehörn- (Rehböcke) oder Geweihträger (Hirsche). Aber auch Greifvögel haben sich schon in den Elektronetzen verfangen. Um diese Art von bedauerlichen Vorfällen zu vermeiden, sollten Weidetierhalter ihre mobilen Zäune im Herbst abbauen, wenn sie im Winter nach dem Weideabtrieb nicht mehr benötigt werden.

Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Wilhelm-Wever-Str. 1, Bad Hersfeld

Im Herbst 2020 war die Population der Feldmäuse regional sehr stark angestiegen. Passend zur Situation half die Witterung mit: Es war ein glücklicher Umstand, dass der Winter zunächst schneefrei und der Januar recht nass war; in der Folge ist die Feldmauspopulation verbreitet eingebrochen. Aktuell ist die Besiedlung der Winterungen mit den Nagern eher auf niedrigerem Niveau einzuschätzen; die Tiere haben sich mit Beginn der Kurztagbedingungen kaum noch vermehrt. Die Bekämpfungsschwelle für Getreide z. B. ist deshalb im Winterhalbjahr (80-128 Mäuse/ha) höher eingestuft als im Mai (80-96 Mäuse/ha). Die Besatzdichte lässt sich mit der Lochtretmethode (wieder geöffnete Löcher /250m² (Rechteck von ca.16 x 16 m abstecken)) abschätzen. Eine Maus öffnet innerhalb von 24 h durchschnittlich 2,5 Löcher, da sie etwa alle 2-3 h zum Fressen an die Oberfläche kommt. Grundsätzlich empfiehlt sich, die Bestände am Ende des Winters zu beurteilen um dann bei Überschreiten der Bekämpfungsschwelle gezielt zu reagieren. In der Regel brechen hohe Feldmauspopulationen, wie oben geschildert, zuvor in der nasskalten Jahreszeit zusammen. Vor dem Einsatz von Ködern sind z. B. nachfolgende Bestimmungen sorgfältig zu beachten: Keine Anwendung in FFH - und Vogelschutzgebieten; zeitlich befristete Anwendung bis zum 1. März in Gebieten wo Hamster, Birkenmaus, Haselmaus vorkommen. Köder beim Auslegen tief in die Gänge einbringen - Löcher auf keinen Fall zutreten; die Köder werden ansonsten beim Wiederöffnen der Gänge mit Erde vermischt!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.