Durch die wüchsigen Bedingungen geben die Maisbestände ein gutes Bild ab. NitraCheck-Messungen der AGLW belegen dies (2300 - 4000 mg Nitrat / Liter Pflanzensaft // Optimum bei ca. 1000 mg/l). Vereinzelt kam es durch die kalten Temperaturen der letzten Nächte zu leichten Spritzschäden nach Herbizideinsatz. Durch das wüchsige Wetter der kommenden Tage, sollte sich der Mais davon schnell erholen. N-Mangel-Symptome sind unter den jetzigen Bedingungen eher unwahrscheinlich (gute Mineralisationsbedingungen). Die AGLW führt auch in diesem Jahr wieder Maisversuche mit Mikrogranulat, Mykorrhiza und N-fixierenden Bakterien durch. Bei Fragen oder Anregungen sowie Untersuchungsaufträge rufen Sie uns an.

Ph. Pfister, AGLW, 06623 / 933420 // www.aglw.de

 

 

Ein Schlüssel für eine erfolgreiche Milch- und Fleischproduktion ist die Erzeugung von qualitativ hochwertigem Futter vom Grünland. Zum Thema "Grünland - nachhaltig nutzen, Potentiale ausschöpfen" findet daher am Landwirtschaftszentrum Eichhof des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen ein Grünlandtag statt. Am 9. Juni von 9:30 - 16:00 Uhr wird in Fachvorträgen und während einer Maschinenvorführung das Grünland in den Fokus genommen. Die optimale Grünlandbewirtschaftung, das Ernte- und Silomanagement sowie technischen Neuerungen zum Thema Futterernte und -bergung werden im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt.

Anmeldung und Programm unter: https://llh.hessen.de/beratung/veranstaltungen/52869/

Konnte die Abschlussbehandlung des Weizens bisher hinausgeschoben werden, kann sie jetzt, wenn der Weizen die Ähren geschoben hat und in der Blüte steht, gefahren werden. In dieser Entwicklungsphase kann der Weizen unter ungünstigen Bedingungen (Niederschläge, Temperaturen ca. 20-25°C und mind. 12 Stunden feuchte Ähren) mit Fusarium infiziert werden. Anfällige Sorten (u.a. Campesino, Julius, JB Asano, Tobak) nach Vorfrucht Mais oder Weizen in Mulchsaat gedrillt, sind für Infektionen besonders anfällig. Weizen unter genannter Konstellation deshalb bei passenden Bedingungen (Weizen in der Blüte, im Idealfall zeitnah nach einem Schauer) mit einem fusariumbetonten Fungizid schützen (u.a. Prosaro, Proline, Magnello, Osiris MP, Univoq). Fungizide die vor der Blüte eingesetzt wurden, bieten keinen ausreichenden Schutz vor Infektionen mit Fusarien. Gering anfällige Sorten (u.a. Anapolis, Argument) oder Weizen nach Raps, die in der vergangenen Woche bereits ein Fungizid erhalten haben, sind ausreichend geschützt; dort besteht i.d.R. keine Notwendigkeit für eine weitere Maßnahme. Bestände weiter auf Blattläuse u. Getreidehähnchen achten. Den Blattlausbesatz in Leguminosen kontrollieren; Bekämpfungsschwellen: Erbsenblattlaus 25% Befall (Blüte), schwarze Bohnenlaus 5-10 % befallene Pflanzen mit Kolonien.

Terminhinweis: Sachkundefortbildung am 23. Juni, 16:30 Uhr in Bebra-Solz; „Solzer Höhe“- Wasserhochbehälter (Koordinaten: 51.012439,9.887857)

Anmeldung unter Kassel 0561/7299 – 333. Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

Hinweis:

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.

Leguminosen: Erbsen u. Bohnen fangen in diesen Tagen an zu blühen; Blattlausbesatz regelmäßig kontrollieren - bei Überschreitung der Schadschwellen ist eine Behandlung mit Teppeki einzuplanen. Bekämpfungsschwellen Ackerbohnen u. Erbsen: 5-10% befallener Pflanzen mit beginnender Koloniebildung der Schwarzen Bohnenlaus bzw. der Grünen Erbsenblattlaus.

Sommergetreide: i.d.R. sind die Bestände noch sehr gesund; daher z. Zt. kein Zeitdruck um ein Fungizid einzusetzen. Im Sommerweizen, vergleichbar dem Wi-Weizen, Gelbrostsituation beobachten - bei Befall zeitnah reagieren. Im Hafer sind nur wenige Fungizide zugelassen (u.a. Torero + Traciafin o. Ascra Xpro). So-Gerste kann von den gleichen Krankheiten befallen werden wie Wi-Gerste – es steht die gleiche Produktpalette z.V.

Wi-Weizen: in bisher unbehandelten Beständen Abschlussbehandlung zum Ährenschieben bzw. in der Blüte (bei Fusariumdruck) einplanen. Besatz mit Getreidehähnchen bislang nicht bekämpfungswürdig - Bekämpfungsrichtwert liegt bei 0,5 - 1 Larve je Fahnenblatt.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

Seit 1. April 2022 verstärkt Frau Julia Friedrich, den Verein dabei, Wege der regionalen Wertschöpfung zu ebnen und Kreisläufe zu schließen, um die bäuerliche Landwirtschaft in der Region zu erhalten und zu fördern. Sie bearbeitet insbesondere das Projekt Cargosurfer. Sie erreichen Frau Friedrich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Gutes aus Waldhessen e. V., 06621/87 – 2209. Neue Adresse::Bad Hersfeld, Friedloser Straße 12

Hinweis:

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.

 

30052022