Das Robert-Koch-Institut betitelt die momentane Lage rund um das Coronavirus als „sehr dynamisch“. Die aktuelle Risikoeinschätzung des RKI für Deutschland wird derzeit insgesamt als „hoch“ eingestuft, für Risikogruppen sehr hoch. Es wird deshalb darauf hingewiesen, dass die im folgenden beschriebenen Maßnahmen bereits morgen verstärkt, verlängert oder gänzlich neu erlassen werden können.

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Entschädigungszahlungen bei Verdienstausfällen wegen Corona - Wohin muss ich mich wenden?

Wer unter Quarantäne gestellt wird oder wegen einer eigenen Infektion nicht arbeiten darf und deshalb einen Verdienstausfall erleidet, erhält aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Entschädigung für seinen Verdienstausfall. Seit dem 30. März 2020 gilt dies auch für Menschen, die wegen Kita- oder Schulschließungen ihre Kinder betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können.

Anträge stellen können Selbstständige und Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten die Entschädigung auszahlen müssen. Alle Informationen zum Anspruch auf Entschädigung und zum Antragsverfahren stehen ab sofort auf der Internetseite www.ifsg-online.de zur Verfügung, Anträge können ebenfalls über diese Internetseite gestellt werden.

Für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg übernimmt das Regierungspräsidium Darmstadt die Abwicklung von Verdienstausfallansprüchen. Bisher wurde diese Aufgabe von den Gesundheitsämtern der Landkreise wahrgenommen. Das RP Darmstadt teilt mit, dass die Antragsstellung zur Entschädigung dieser Verdienstausfallansprüche voraussichtlich im Mai beginnen wird und bittet bis dahin alle Antragsteller - auch Unternehmen - auf die Freischaltung des Online-Antrags zu warten und nicht vorab Unterlagen oder Kontaktdaten zu schicken. Auch von telefonischen Anfragen sollte bis zur Freischaltung des Online-Antragsverfahrens abegesehen werden, so das RP. 

Weiterführende Links

 

Ich wurde auf das Coronavirus getestet. Wann bekomme ich das Ergebnis mitgeteilt?

Bis das Testergebnis da ist, kann es aktuell bis zu fünf Tage und mehr dauern. Ist das Ergebnis positiv, werden Sie umgehend vom Gesundheitsamt telefonisch benachrichtigt. Die negativen Ergebnisse teilt das Gesundheitsamt nach und nach mit. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die positiven Ergebnisse vorgehen und es daher etwas dauern kann, bis Sie über ein negatives Ergebnis informiert werden.

 

Das Ergebnis eines Corona-Tests ist negativ - darf der Patient die Quarantäne umgehend wieder verlassen? Was passiert nach Ablaufen der 14-Tage-Frist in Quarantäne (bei Symptomfreiheit)?

Sobald der Patient einen negativen Testbefund erhalten hat, zum Beispiel vom Hausarzt oder aus dem Labor, bedeutet das noch nicht, dass er einfach wieder zur Arbeit gehen darf. Vorher muss immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt gehalten werden, um Details zur Beendung der Quarantäne zu besprechen.

Das gilt auch für den Fall, dass die 14 Tage abgelaufen sind und der Betroffene symptomfrei ist. Vor allem die letzten 48 Stunden der Quarantäne sind wichtig: Erst wer hier komplett symptomfrei ist und das "okay" vom Gesundheitsamt bekommt, kann die Quarantäne beenden. Dieses Vorgehen entspricht den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts. Eine Rücksprache vor dem Beenden der Quarantäne ist demnach ebenso verpflichtend für positiv getestete Personen - erst wer mit dem Gesundheitsamt gesprochen hat, darf sich wieder unters Volk mischen (natürlich den aktuellen Verordnungen von Bund, Land und Landkreis entsprechend).

 

Wie soll sich jemand verhalten, der befürchtet, sich mit dem Virus infiziert zu haben?

Bitte prüfen Sie, ob Sie wirklich Symptome aufweisen: Fieber? Husten? Atemnot? Befragen Sie dazu entweder Ihren Hausarzt am Telefon oder wählen Sie die 116 117. Zunächst wird telefonisch eine Risikoabklärung durchgeführt. Wenn Sie Kontakt mit einem nachweislich Corona-Infizierten hatten, werden Sie als Kontaktperson vom Gesundheitsamt telefonisch oder per Mail kontaktiert. Wissen Sie sicher, dass Sie Kontakt mit einem nachweislich Infizierten hatten, wenden Sie sich ebenfalls telefonisch an das Gesundheitsamt (06621 87 87 87).

Grundsätzlich gilt unabhängig von SARS-CoV-2, dass alle, die erkrankt sind, zu Hause bleiben müssen. Egal ob grippaler Infekt oder Influenza: Eine Übertragung an Mitmenschen muss unbedingt vermieden werden.

 

Ich hatte über Dritte Kontakt mit einer infizierten Person. Wie soll ich mich verhalten?

Es gilt grundsätzlich, objektiv und mit der gebotenen Gelassenheit, abzuwägen: Solange keine Symptome auftreten (Fieber, Husten, Atemnot), ist kein weiteres Handeln notwendig. Sobald Symptome auftreten, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt. Außerhalb von dessen Geschäftszeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 erreichbar.

 

Was muss ich bezüglich einer Quarantäne wissen und was zum Umgang mit Personen, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten?

Die Quarantäne ist festgelegt auf 14 Tage. Schriftliche Bescheide über eine Quarantäne werden per Post zugestellt, sie müssen nicht abgeholt werden (etwa beim Hausarzt oder im Gesundheitsamt). Wenn jemand nach 14 Tagen aus der Quarantäne entlassen wird, gibt es keine "Gesundbescheinigung". Das Gesundheitsamt stellt diese nicht aus, gleiches gilt für gelbe AU-Bescheinigungen. Wer Kontakt zu Infizierten hat/hatte, sollte sich umgehend beim Gesundheitsamt melden bzw. eine Telefonnummer hinterlassen. Ein Mitglied des Gesundheitsamt meldet sich zeitnah zurück, um das weitere Vorgehen abzustimmen. 

 

Wie sollten Haushalte in Quarantäne mit ihrem Abfall umgehen?

Das Hessische Umweltministerium hat hierzu eine Empfehlung abgegeben: sämtliche Abfälle, die kontaminiert sein könnten, sollten in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gepackt werden. Einzelne Dinge, wie z.B. lose Taschentücher, dürfen nicht in eine Abfalltonne geworfen werden.

Verschließen Sie die Abfallsäcke/-beutel fest mit einem Knoten und werfen Sie sie dann in die Restmülltonne. Sie dürfen nicht neben die Mülltonne gestellt werden! Bei getrennt gesammelten Abfällen (Altpapier, Gelber Sack) muss darauf geachtet werden, dass mindestens drei Tage vor dem Abholtermin keine Abfälle in die jeweiligen Behälter geworfen werden. Das gilt auch für die Restmülltonne.

Glasabfälle und Pfandverpackungen sollten nicht über den Hausmüll entsorgt werden – warten Sie hiermit bitte bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt. Indem entsprechende Oberflächen desinifziert werden, hat das Virus weniger Chancen, sich weiterzuverbreiten.

 

Warum werden nicht die Wohnorte der bisher infizierten Personen veröffentlicht?

Personenbezogene Daten dürfen zum Schutz einzelner Personen grundsätzlich nicht veröffentlicht werden.

 

Wie verhält man sich nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet?

Alle Personen, die in den vergangenen zwei Wochen aus einem Risikogebiet des RKI zurückgekehrt sind oder zurückkehren, müssen für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Das hat das Land Hessen festgelegt (Risikogebiete Robert-Koch-Institut). Wichtig ist, den Arbeitgeber hierüber zu informieren (ist Homeoffice möglich etc.). Selbst, wenn Sie zum jetzigen Zeitpunkt keine Symptome zeigen, müssen Sie zu Hause bleiben. Ebenso daheim bleiben sollten Personen, die mit Rückkehrern in häuslicher Gemeinschaft leben.

Wenn ein Reiserückkehrer Symptome zeigt, sollte er sich umgehend über die Telefonnummer 116 117 (rund um die Uhr – auch am Wochenende) beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst oder bei seinem Hausarzt melden. Dort wird er nach Absprache und Klärung der Voraussetzungen eventuell zu einem Test gebeten. Wichtig, zur Sicherheit anderer Beteiligter: Gehen Sie nie unaufgefordert zu ihrem Hausarzt, in den Ärztlichen Bereitschaftsdienst oder in ein Krankenhaus!

  

Kann ich mich vorsorglich testen lassen?

Nein. Getestet wird zunächst nur, wenn ein dringender Corona-Verdacht besteht. Die Abwägung bezüglich des Tests erfolgt über den Hausarzt, ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefonnummer 116 117) oder das Gesundheitsamt (Bürgertelefon 06621 87 87 87). Im Zweifel erhalten Sie weitere Informationen unter der Telefonnummer 116 117.

Achtung: Tests auf das Coronavirus werden nicht im Gesundheitsamt durchgeführt. In begründeten Einzelfällen (vorher telefonisch besprechen) kann eine Terminvergabe in einem Testzentrum veranlasst werden. 

  

Wie verhalte ich mich als Haus- oder Nutztierhalter?

Im Zuge der momentanen Entwicklung des Coronavirus ist auch vermehrt die Frage aufgetreten, wie sich Tierhalter (allgemein und gegenüber ihren Haustieren) verhalten sollen und was sie beachten müssen. Das Friedrich-Löffler-Institut hat in einem Frage-Antwort-Katalog bereits die wichtigsten Antworten zusammengefasst. Wir verweisen an dieser Stelle deshalb auf den Katalog, der HIER abrufbar ist.

 

Informationen für Unternehmen: Wirtschaftsförderungsgesellschaft informiert ausführlich

Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Bürgertelefon der Kreisverwaltung treten vermehrt Fragen dazu auf, wie Unternehmen sich in der aktuellen Situation verhalten sollen, wie bei wirtschaftlichen Folgen unterstützt werden kann und inwiefern einzelne Berufsgruppen betroffen sind. Antworten auf die wichtigsten Fragen sind auf der Seite der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hersfeld-Rotenburg und der Bundesrepublik Deutschland gebündelt gelistet. Für aufgrund des Coronavirus in Schwierigkeiten geratene Unternehmen bietet das Land Hessen Unterstützung an. Informationen dazu gibt es HIER. 

Seit Montag, 30. März können Unternehmen aus Hessen einen Antrag auf finanzielle Soforthilfe des Bundes und Landes stellen. HIER werden Sie direkt zum Regierungspräsidium Kassel weitergeleitet, wo alles genau erklärt wird und ein Antrag ausschließlich online möglich ist. 

 

Kurzarbeit: Das müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jetzt wissen

Auch die wirtschaftliche Lage spannt sich durch die Verbreitung des Coronavirus immer weiter  an. Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber fragen sich, ob sie Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben, wo sie dieses beantragen können oder welche Rechte und Pflichten sie in Bezug darauf haben. Das Bundesmininsterium für Arbeit und Soziales hat dazu ein Dokument mit den wichtigsten Fragen und Antworten bereitgestellt. Das Dokument finden Sie HIER.

Fragen, die überwiegend Arbeitnehmer betreffen, sind außerdem HIER zusammengefasst. 

Seit Montag, 30. März können Unternehmen aus Hessen einen Antrag auf finanzielle Soforthilfe des Bundes und Landes stellen. HIER werden Sie direkt zum Regierungspräsidium Kassel weitergeleitet, wo alles genau erklärt wird und ein Antrag ausschließlich online möglich ist. 

 

Bieten Supermärkte, gerade in der Region, Bringdienste für Risikopatienten an?

Das Gesundheitsamt und die Kreisverwaltung im Allgemeinen haben keinen Einfluss auf Lieferdienste der Supermärkte sowie andere Dienstleister, deren Arbeit in eine ähnliche Richtung geht. Dies liegt in der Entscheidung des jeweiligen Geschäftsführers. Im Einzelfall sollte im jeweiligen Supermarkt/Lebensmittelhandel nachgefragt werden. Dort können weitere Informationen erteilt werden. Verschiedene Lieferdienste, die ihre Speisen bis nach Hause liefern, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft HIER aufgelistet. Die Aufzählung wird fortlaufend ergänzt. 

 

Auswirkungen auf den Tourismus: Das müssen Gäste und Mitglieder der Tourismusbranche jetzt wissen

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) aktualisiert auf seiner Homepage ständig seine Infos und beantwortet Fragen wie

- Dürfen Gäste ihre Reisen jetzt kostenfrei stornieren?
- Was ist, wenn die Ferienunterkunft erst in ein paar Wochen oder Monaten genutzt werden soll?
- Darf ich überhaupt noch Ferienunterkünfte vermieten/ Darf ich meine Gäste noch annehmen?
- Vor Ort: Müssen meine Gäste jetzt abreisen, wer trägt die Kosten?
- Was ist mit Hilfsangeboten für betroffene Unternehmen? 

Im Tourismusnetzwerk Hessen findet man weitere Informationen zu den Auswirkungen von Corona. 

Bankverbindung

Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg • IBAN: DE26 5325 0000 0000 0000 31 • BIC: HELADEF1HER 

Postbank Frankfurt/M. • IBAN: DE92 5001 0060 0212 4776 07 • BIC: PBNKDEFF