Frauen- und Gleichstellungsbüro des Landkreises unterstützt die Forderungen der „Berliner Erklärung“ zur Bundestagswahl

Mit gemeinsamer Stimme fordern die 41 Frauenverbände der Berliner Erklärung aus allen Bereichen der Gesellschaft die Politik zu entschlossenem Handeln auf: Ein „Weiter so“ darf es nach der Bundestagwahl im Herbst nicht mehr geben. Es ist Zeit für Parität, ohne Ausnahmen. Nur mit verbindlichen gesetzlichen Regelungen lassen sich die Gender Gaps bis 2030 schließen.

In ihrem gemeinsamen Maßnahmenkatalog, den sie an die Bundesparteien und ihre Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten richten, fordern die Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Erklärung Parität quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche, gleiche Bezahlung und gleiche Bedingungen in der Arbeitswelt, die Gleichstellung als Leitprinzip in allen Politikfeldern und ein Leben frei von Gewalt für alle Frauen.

Die Verbände dieses Bündnisses mit ihren unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen vertreten Frauen in all ihrer Vielfalt. Sie sind sich einig darin, dass die Veränderungen schnell kommen müssen, damit für Frauen Chancengerechtigkeit erreicht wird, sie unter fairen, sicheren und würdevollen Bedingungen ihr Berufsleben gestalten können und mehr Vereinbarkeit von Familie und Karriere ermöglicht wird. Dies betrifft alle Bereiche: Die Privatwirtschaft genauso wie die Politik, die Forschung und Lehre, die Kultur oder die Medizin.

„Die Gleichstellung von Frauen muss als Querschnittsaufgabe verstanden werden. Der Forderungskatalog der Berliner Erklärung veranschaulicht eindringlich, wie groß der Handlungsbedarf auch in unserem Landkreis ist. Gleichzeitig liefert die genannte Expertise der Politik so konkrete wie machbare Handlungsmöglichkeiten. Der Ball liegt nun bei den Akteurinnen und Akteuren der künftigen Regierung“, betonen Corinna Zehender und Christel Zimmermann vom Frauen- und Gleichstellungsbüro des Landkreises Hersfeld-Rotenburg.

Das überfraktionelle Bündnis der Berliner Erklärung existiert seit 2011. Aktuell gehören ihm 21 Frauenverbände als Initiatorinnen und 20 Verbündete aus unterschiedlichen Berufs- und Tätigkeitsfeldern an.