Landrat übergibt Gelder der Dorfentwicklung an Bebra und seine Stadtteile

Bebra, 5. November 2021 – Wie kann das bau- und kulturgeschichtliche Erbe Bebras und seiner Stadtteile erhalten bleiben? Was müssen private Bauherren bei einer Sanierung beachten, welche Fördermöglichkeiten gibt es? In Bebra macht man sich Gedanken um die Zukunft: Mit einem Vertrag zur baulichen und städtebaulichen Beratung für private Bauherren geht die Stadt den nächsten Schritt im Dorfentwicklungsprogramm und erhält dafür rund 9000 Euro Fördergeld. Den Bewilligungsbescheid, der eine Förderquote von 90 Prozent ausweist, hat Landrat Torsten Warnecke kürzlich an Bebras Bürgermeister Stefan Knoche übergeben.

Bescheiduebergabe Bebra Beratervertrag KleinLandrat Torsten Warnecke (vorne rechts) übergibt Bebras Bürgermeister Stefan Knoche den Förderbescheid in Höhe von rund 9000 Euro zu einem Beratungsvertrag für private Bauherren. Im Hintergrund zu sehen sind (von links) Stadtrat Morcos Bekheit, Erster Stadtrat Volkmar Hanf (beide Gemeinsam für Bebra) sowie die beiden Stadträte Horst Taube (CDU) und Bernd Schill (SPD) sowie Markus Knobl vom Bau- und Planungsamt der Stadt Bebra. © Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Ein Architekt wurde beauftragt, um private Bauherren bei Bauvorhaben in den dörflichen Ortsteilen der Stadt Bebra zu unterstützen. „Die Beratung soll den Bürgerinnen und Bürger bei der Sanierungs- beziehungsweise Bauplanung helfen. Sie können sich natürlich auch einfach informieren, nach welchen gestalterischen Vorgaben eine Förderung durch die Dorfentwicklung möglich ist“, erklärt Markus Knobl vom Bau- und Planungsamt der Stadt Bebra den Hintergrund des Beratervertrags. Karl-Dieter Schnarr vom Planungsbüro „plusConcept“ steht dabei den Bürgerinnen und Bürgern aller Ortsteile zur Erstberatung zur Verfügung. Die Beratung erfolgt im Vorfeld der Antragstellung und klärt Fragen zur Baugestaltung. Dabei darf die Beratung pro Objekt vier Stunden nicht überschreiten. Der Beratervertrag läuft bis Ende September 2023.

Bürgermeister Stefan Knoche freut sich über die Förderung: „Wir sind auf einem guten Weg in der Dorfentwicklung und haben bereits einiges geschafft. Mit dem Beratervertrag gehen wir den nächsten Schritt und holen die Bürgerinnen und Bürger vor Ort ab. Denn als öffentliche Hand versuchen wir zu helfen, wo es nur geht.“

„Die Dorfentwicklung ist nicht nur ein attraktives Förderprogramm für die öffentliche Hand, sondern auch für die privaten Haus- und Grundstückseigentümer. Denn nur wenn diese eingebunden werden, funktioniert die Dorfentwicklung und der individuelle Charakter der Dörfer bleibt erhalten“, erklärt Manuela Menten vom Fachdienst Ländlicher Raum der Kreisverwaltung. Daher werde den privaten Grundstückseigentümern auch ein Zuschuss für bauliche Maßnahmen von 35 Prozent auf die Nettokosten gewährt. Der maximale Zuschuss beträgt 45.000 Euro, bei Kulturdenkmälern liegt er bei 60.000 Euro. Fördergrundsatz ist, die für die Region typische Bauweise zu beachten.

Landrat Torsten Warnecke ist von dem geplanten Konzept überzeugt: „Die Fördergelder sind hier gut angelegt. Sie dienen dazu, etwas vorzubereiten, was langfristig nicht nur eine große Wirkung auf einzelne Bürgerinnen und Bürger, sondern auf die ganzen Ortschaften hat.“ Gleichzeitig dankt der Landrat allen, die sich bei der Erarbeitung des Förderkonzepts engagiert haben, „insbesondere meinen Mitarbeitenden im Fachdienst Ländlicher Raum.“