Notruf-App für Gehörlose

Im Notfall die 110 oder die 112 wählen – das ist für die meisten Menschen selbstverständlich. Was aber, wenn man taub oder stumm ist und sich am Telefon nicht verständigen kann?

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„Landwirte brauchen unsere Unterstützung“

Die tägliche Arbeit der Landwirte in der Region ist geprägt von den unterschiedlichsten Anforderungen. Strukturvorgaben, Kontrollerfordernisse, Produktion, Vermarktungswege und Finanzierung unter einen Hut zu bekommen, wird für viele Landwirte zunehmend schwieriger.

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Hessentag 2020: Vorbereitungen laufen

Nachdem der Hessentag in diesem Jahr noch Halt in der Kreisstadt Bad Hersfeld machte, laufen nun schon die Vorbereitungen für das Landesfest 2020 in Bad Vilbel auf Hochtouren. Eines der Highlights war auch in diesem Jahr der große Festumzug, der viele Menschen aus ganz Hessen in den...

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Landrat ruft zu Besonnenheit auf

Diskussionen über möglichen ICE-Halt gehört auf die Sachebene: Schon seit Anfang 2018 haben die Kommunen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein gemeinsames Ziel: der ICE-Halt soll in der Region bestehen bleiben.

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Klaus Raub feiert sein 40. Dienstjubiläum

Viele kennen ihn als Begründer des Rotenburger Sommercafés auf dem Emanuelsberg im Jugendhof: Klaus Raub, Geschäftsführer des Kreisjugendhofs in Rotenburg und Betriebsleiter der Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Kreises. Seit über 40 Jahren ist er mittlerweile im...

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Kinderschutzexperten treffen sich in Bebra

Gesundheitsförderung gilt als Schlüsselkonzept für gesundes Aufwachsen. Doch was ist das überhaupt und wie kann sie in allen Lebensbereichen mit einbezogen werden? Damit beschäftigte sich der fünfte Fachtag „Kinderschutz“ in Bebra, der dort im Gemeindehaus...

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Brandschutztagung des Landkreises

Nach dem heißen Sommer, der täglich von der Gefahr von Waldbränden begleitet wurde, geht es im Fachdienst Gefahrenabwehr des Landkreises Hersfeld-Rotenburg in Bezug auf Einsätze nun ein „kleines bisschen“ ruhiger zu. So konnte jetzt die Brandschutztagung des...

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Digitale Kompetenz wird Kulturtechnik

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg und das Staatliche Schulamt für den Schulamtsbezirk Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner- Kreis haben, im Anschluss an eine Dienstversammlung für alle Schulen im Schulamtsbezirk, zum Thema „Digitale Schule Hessen“ eingeladen. ...

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Außerbetriebsetzung und Wiederzulassung

 

ChristelStumpf2

Geht es um ihre Heimat, gerät Christel Stumpf schnell ins Schwärmen. Ihr ganzes Leben hat die 69-Jährige in Hersfeld-Rotenburg verbracht. Geboren wurde sie im Vordertrakt des heutigen Friedewalder Schlosshotels. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren dort, wo sich heute der Rittersaal befindet, Wohnungen für Heimatvertriebene eingerichtet. Bis zu ihrem sechsten Lebensjahr verbrachte Stumpf mit vielen anderen Kindern unzählige Stunden auf dem damals frei zugänglichen Gelände der Wasserburg – einst ein großer Abenteuer-Spielplatz.

 

Heute, über 60 Jahre später, ist die Begeisterung für Friedewald noch immer nicht erloschen. Kein Wunder: Christel Stumpf ist seit ihrer Kindheit fest in der Gemeinde verwurzelt. Nach Abschluss der Volks- und Handelsschule erlernte sie zunächst den Beruf der Großhandelskauffrau. Auch eine Ausbildung im Landratsamt des Kreises stand im Raum. Weil Stumpf aber nicht Stenotypistin werden wollte – nur das wurde damals für junge Frauen in der Kreisverwaltung angeboten – entschied sie sich für die kaufmännische Lehre, später arbeitete sie im gleichen Betrieb zwei Jahre als Buchhalterin. Im Jahr 1968 wurde eine Stelle in der Friedewalder Gemeinde frei – hier musste sich Christel Stumpf mehr oder weniger auf sich allein gestellt, in die Aufgaben einer kleinen Verwaltung einarbeiten. Im Rathaus habe es damals nur 1,5 Arbeitsstellen gegeben, unvergleichbar mit dem heutigen Verwaltungsapparat.

 

Nach der Gebietsreform 1971/72 wuchsen Gemeinde und Verwaltung. Eine Zeit des Umbruchs, die die tatkräftige junge Frau vor Herausforderungen stellte. Nachdem Stumpf bis auf das Standesamt abwechselnd in allen Bereichen der Verwaltung gearbeitet hat, war sie bis zu ihrem Ruhestand für das Haupt- und Personalamt, das Steuerbüro, das Sekretariat des Bürgermeisters, die gemeindlichen Gremien (deren Schriftführerin sie viele Jahre war) und das Fremdenverkehrsbüro zuständig. Nach 43 Jahren unter vier Bürgermeistern wurde sie aus dem Dienst verabschiedet.

 

Weil Christel Stumpf in einer politisch geprägten Familie aufwuchs, formte sich bei ihr schnell der Wunsch, selbst mitzugestalten – auch heute noch lautet ihr Motto „Nicht nur meckern, sondern mitarbeiten“. Nach der Geburt ihres Sohnes und dem plötzlichen Tod der Eltern erfuhr sie schnell, wie schwer es zur damaligen Zeit war, Kind und Beruf zu vereinen.

 

Trotz eines vergleichsweise toleranten Arbeitsgebers war es eine Herausforderung, Familie, Haushalt und Job gleichermaßen gerecht zu werden. Umso mehr freut sich die Sozialdemokratin über die heutigen Betreuungszeiten in Kindergärten und Schulen.

 

Im Alter von 17 Jahren gründete Stumpf mit einigen Gleichgesinnten die Juso-Gruppe Friedewald. 1985 wurde Stumpf zum ersten Mal in den Kreistag von Hersfeld-Rotenburg gewählt. Beim Gedanken an die damit verbundenen Emotionen („Es war ein absolut erhabenes Gefühl und ich war mächtig stolz“) ziert noch immer ein breites Lächeln das Gesicht von Christel Stumpf. Nach 16 Jahren als Kreistagsmitglied und weiteren 16 Jahren im Kreisausschuss empfindet sie den Sitzungssaal mittlerweile als zweites Wohnzimmer. Am wichtigsten ist es für die Friedewalderin, dass es im Landkreis vorangeht – mit wohnortnahen Schulen, einem guten Gesundheitswesen und Bildungsangeboten, die nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

 

Christel Stumpf genießt den Kontakt mit ihren Mitmenschen. Als große Ehre empfindet sie es, den Landkreis bei runden Geburtstagen oder Ehejubiläen vertreten zu dürfen. Als stellvertretende Ortsvorsteherin und Mitglied der Gemeindevertretung von Friedewald geht sie nach wie vor ganz in ihrer Arbeit auf. Weil sie selbst in zahlreichen Vereinen tätig ist, unter anderem als zweite Vorsitzende des Friedewalder Gesangvereins, weiß sie den ehrenamtlichen Einsatz auf allen Gebieten in Hersfeld-Rotenburg zu schätzen. Ein großes Anliegen ist es deshalb für sie, den Menschen für ihr Engagement zu danken.

 

Nach der aktuellen Legislaturperiode will Christel Stumpf aber Schluss machen mit der Kommunalpolitik. Mit 73 Jahren will sie sich endgültig zur Ruhe setzen. Dann wird sie noch mehr Zeit in ihrem Garten verbringen, in dem laut eigener Aussage „so einiges blüht“, beispielsweise mit einem spannenden Buch. Die Worte „Zur Ruhe setzen“ klingen obgleich des aktuell noch äußerst rührigen Lebensstils der Seniorin im Moment unvorstellbar.

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