Landkreis verschärft Corona-Maßnahmen

Nach heute erfolgter erneuter Beratung des Verwaltungsstabs hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit sofortiger Wirkung weitere Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Grund dafür ist die deutlich steigende Krankheitslast in den Kliniken des Kreises.

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Ausstellung zur Pandemie aus Kindersicht

Ein gemeinsames Kunstprojekt der kommunalen Jugendarbeiten und der Kinder-, Jugend- und Familienförderung des Landkreises Hersfeld-Rotenburg zeigt die Corona-Pandemie aus Kindersicht. In mehreren lokalen Ausstellungen vor Ort sowie in einer virtuellen Galerie...

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Osterzeit ist Familienzeit: Spiele gegen...

Corona-konform zum Ausleihen für zuhause oder online gemeinsam mit anderen: Für die Osterferien bietet das Team der Kinder-, Jugend- und Familienförderung des Landkreises viele Möglichkeiten zur spielerischen und kreativen Freizeitgestaltung an.

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Über Ostern: Diese Regeln gelten im Landkreis

Vor den bevorstehenden Osterfeiertagen haben sich Landrat Dr. Michael Koch und Harald Preßmann als Sprecher aller Bürgermeister im Kreis an die Bürgerinnen und Bürger gewandt, um die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen auf Kreisebene zu erläutern. Sie bitten die...

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Alle Schulen im Kreis ab Mittwoch geschlossen

Neue Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens: Ab Mittwoch, 31. März wird der Unterricht vor Ort in allen Schulen im Landkreis ausgesetzt. Statt in Präsenzunterricht werden alle Schülerinnen und Schüler über digitale Angebote unterrichtet - auch die Abschlussklassen.

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Viele Schulen und alle Kitas ab Donnerstag zu

Aufgrund weiter stark steigender Infektionszahlen im Kreisgebiet erlässt der Landkreis Hersfeld-Rotenburg eine neue Allgemeinverfügung, die am Donnerstag, 25. März in Kraft tritt. Ab diesem Tag und bis einschließlich 16. April werden die Kindertagesstätten sowie die...

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Vorerst keine weiteren Schulöffnungen im Landkreis

Die geplante weitere Öffnung des Schulbetriebs wird im Landkreis Hersfeld-Rotenburg aufgrund rasant steigender Infektionszahlen ausgesetzt. In enger Absprache mit dem Staatlichen Schulamt und dem Verwaltungsstab des Kreises teilt Landrat Dr. Michael Koch deshalb mit: „Die aktuelle...

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Ferienspaß trotz Corona-Pandemie

Wochen des Lockdowns hinterlassen ihre Spuren. Durch Kontakteinschränkungen sind Begegnungen mit Gleichaltrigen und die Räume der Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten beschränkt. Trotz der widrigen Gegebenheiten schafft die Kinder-, Jugend- und Familienförderung neue...

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Geht es um ihre Heimat, gerät Christel Stumpf schnell ins Schwärmen. Ihr ganzes Leben hat die 69-Jährige in Hersfeld-Rotenburg verbracht. Geboren wurde sie im Vordertrakt des heutigen Friedewalder Schlosshotels. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren dort, wo sich heute der Rittersaal befindet, Wohnungen für Heimatvertriebene eingerichtet. Bis zu ihrem sechsten Lebensjahr verbrachte Stumpf mit vielen anderen Kindern unzählige Stunden auf dem damals frei zugänglichen Gelände der Wasserburg – einst ein großer Abenteuer-Spielplatz.

 

Heute, über 60 Jahre später, ist die Begeisterung für Friedewald noch immer nicht erloschen. Kein Wunder: Christel Stumpf ist seit ihrer Kindheit fest in der Gemeinde verwurzelt. Nach Abschluss der Volks- und Handelsschule erlernte sie zunächst den Beruf der Großhandelskauffrau. Auch eine Ausbildung im Landratsamt des Kreises stand im Raum. Weil Stumpf aber nicht Stenotypistin werden wollte – nur das wurde damals für junge Frauen in der Kreisverwaltung angeboten – entschied sie sich für die kaufmännische Lehre, später arbeitete sie im gleichen Betrieb zwei Jahre als Buchhalterin. Im Jahr 1968 wurde eine Stelle in der Friedewalder Gemeinde frei – hier musste sich Christel Stumpf mehr oder weniger auf sich allein gestellt, in die Aufgaben einer kleinen Verwaltung einarbeiten. Im Rathaus habe es damals nur 1,5 Arbeitsstellen gegeben, unvergleichbar mit dem heutigen Verwaltungsapparat.

 

Nach der Gebietsreform 1971/72 wuchsen Gemeinde und Verwaltung. Eine Zeit des Umbruchs, die die tatkräftige junge Frau vor Herausforderungen stellte. Nachdem Stumpf bis auf das Standesamt abwechselnd in allen Bereichen der Verwaltung gearbeitet hat, war sie bis zu ihrem Ruhestand für das Haupt- und Personalamt, das Steuerbüro, das Sekretariat des Bürgermeisters, die gemeindlichen Gremien (deren Schriftführerin sie viele Jahre war) und das Fremdenverkehrsbüro zuständig. Nach 43 Jahren unter vier Bürgermeistern wurde sie aus dem Dienst verabschiedet.

 

Weil Christel Stumpf in einer politisch geprägten Familie aufwuchs, formte sich bei ihr schnell der Wunsch, selbst mitzugestalten – auch heute noch lautet ihr Motto „Nicht nur meckern, sondern mitarbeiten“. Nach der Geburt ihres Sohnes und dem plötzlichen Tod der Eltern erfuhr sie schnell, wie schwer es zur damaligen Zeit war, Kind und Beruf zu vereinen.

 

Trotz eines vergleichsweise toleranten Arbeitsgebers war es eine Herausforderung, Familie, Haushalt und Job gleichermaßen gerecht zu werden. Umso mehr freut sich die Sozialdemokratin über die heutigen Betreuungszeiten in Kindergärten und Schulen.

 

Im Alter von 17 Jahren gründete Stumpf mit einigen Gleichgesinnten die Juso-Gruppe Friedewald. 1985 wurde Stumpf zum ersten Mal in den Kreistag von Hersfeld-Rotenburg gewählt. Beim Gedanken an die damit verbundenen Emotionen („Es war ein absolut erhabenes Gefühl und ich war mächtig stolz“) ziert noch immer ein breites Lächeln das Gesicht von Christel Stumpf. Nach 16 Jahren als Kreistagsmitglied und weiteren 16 Jahren im Kreisausschuss empfindet sie den Sitzungssaal mittlerweile als zweites Wohnzimmer. Am wichtigsten ist es für die Friedewalderin, dass es im Landkreis vorangeht – mit wohnortnahen Schulen, einem guten Gesundheitswesen und Bildungsangeboten, die nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

 

Christel Stumpf genießt den Kontakt mit ihren Mitmenschen. Als große Ehre empfindet sie es, den Landkreis bei runden Geburtstagen oder Ehejubiläen vertreten zu dürfen. Als stellvertretende Ortsvorsteherin und Mitglied der Gemeindevertretung von Friedewald geht sie nach wie vor ganz in ihrer Arbeit auf. Weil sie selbst in zahlreichen Vereinen tätig ist, unter anderem als zweite Vorsitzende des Friedewalder Gesangvereins, weiß sie den ehrenamtlichen Einsatz auf allen Gebieten in Hersfeld-Rotenburg zu schätzen. Ein großes Anliegen ist es deshalb für sie, den Menschen für ihr Engagement zu danken.

 

Nach der aktuellen Legislaturperiode will Christel Stumpf aber Schluss machen mit der Kommunalpolitik. Mit 73 Jahren will sie sich endgültig zur Ruhe setzen. Dann wird sie noch mehr Zeit in ihrem Garten verbringen, in dem laut eigener Aussage „so einiges blüht“, beispielsweise mit einem spannenden Buch. Die Worte „Zur Ruhe setzen“ klingen obgleich des aktuell noch äußerst rührigen Lebensstils der Seniorin im Moment unvorstellbar.